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Rhätische Bahn
LogoStreckennetz
Basisinformationen
Firmensitz Chur
Webpräsenz http://www.rhb.ch
Bezugsjahr 2007
Eigentümer 51 % Kanton Graubünden
43 % Bund
6 % Streubesitz
Vorstandsmitglieder Erwin Rutishauser (Vorsitzender der Geschäftsleitung)
Aufsichtsratsmitglieder Hans-Jürg Spillmann (Präsident des Verwaltungsrates
Beschäftigte 1378
Umsatz 295.8 Mio Mio. CHF
Linien
Spurweite 1000 mm (Meterspur)
Eisenbahn 8 reguläre Linien
Sonstige Linien 1 Autoverlad-Linie (Vereina)
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 120
Triebwagen 27
Sonstige Fahrzeuge 382 Personenwagen + 1340 Güterwagen
Statistik
Fahrleistung 7.83 Mio. km pro Jahr
Haltestellen 102
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 384 km

Die Rhätische Bahn (RhB), (ital. Ferrovia retica, rätoromanisch Viafier retica) ist eine Schmalspurbahngesellschaft im Kanton Graubünden in der Schweiz. Von der Rechtsform her ist die RhB eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Chur.

Die RhB verfügt über ein ausgedehntes meterspuriges Streckennetz mit einer Länge von 384 Kilometern.

Die Albula- und die Berninalinie der RhB wurden am 7. Juli 2008 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Geschichte

Liniennetz der Rhätischen Bahn
Liniennetz der Rhätischen Bahn
Lokomotiven der Reihe Ge 4/4II in Klosters
Lokomotiven der Reihe Ge 4/4II in Klosters
Bahnhof Klosters-Platz
Bahnhof Klosters-Platz
Maag-Brücke
Maag-Brücke
Bahnhof Scuol-Tarasp
Bahnhof Scuol-Tarasp

Bearbeiten Gründungsgeschichte

Der Bau der Rhätischen Bahn geht auf die Initiative des Niederländers Willem-Jan Holsboer zurück. Dieser war der Hauptinitiator der Eisenbahnlinie von Landquart nach Davos, der ersten Linie im Streckennetz der späteren RhB.

Am 7. Februar 1888 wurde auf Initiative Holsboers hin die Schmalspurbahn Landquart–Davos AG (LD) gegründet. Ursprünglich wollte die Gesellschaft von Landquart nach Davos eine Zahnradbahn erstellen, um die Steigungen auf dieser Gebirgsstrecke zu überwinden. Eine Variante mit drei Spitzkehren war ebenfalls im Gespräch. Beide Varianten wurden jedoch aufgrund des Erfolges der zahnrad- und spitzkehrfreien Gotthardbahn verworfen und der Bau einer reinen Adhäsionsbahn mit nur noch einer Spitzkehre beschlossen; diese einzige Spitzkehre befand sich im Bahnhof Klosters und wurde später aufgehoben. Die Anfangs geplante Normalspur konnte aufgrund der beengten Verhältnisse und aus Kostengründen nicht realisiert werden. Der erste Spatenstich erfolgte am 29. Juni 1888.

Schon 1889 konnte der Streckenteil von Landquart nach Klosters und acht Monate später die ganze Strecke bis Davos eröffnet werden.

Aufgrund der weiteren, ebenfalls auf Holsboer zurückgehenden Pläne für eine Expansion der Bahn auch in andere Regionen des Kantons Graubünden, änderte die Schmalspurbahn Landquart–Davos AG im Jahre 1895 ihren Namen in Rhätische Bahn (RhB).

1897 wurde die RhB nach einem Volksentscheid zur bündnerischen Staatsbahn.

Bearbeiten Erste Erweiterungen des Streckennetzes

In der Folge wurde das Streckennetz zügig erweitert:

Die Strecke von Samedan nach Scuol war, anders als die vorher eröffneten Strecken, von Anfang an elektrifiziert. Zwischen 1913 und 1922 wurde das gesamte Stammnetz elektrifiziert. Die Elektrifizierung machte den Zugbetrieb erheblich leistungsfähiger und behob für die Bahn den vor allem durch den Ersten Weltkrieg bedingten Kohlemangel. Als Stromsystem kam die auf dem RhB-Stammnetz bis heute übliche Wechselspannung von 11 kV und 16 2/3 Hz (seit 1995 als 16.7 Hz bezeichnet) zur Anwendung.

Bearbeiten Übernahme der Arosabahn, der Misoxerbahn und der Berninabahn durch die RhB

1942 übernahm die RhB die Chur–Arosa-Bahn und die Misoxerbahn. 1944 erfolgte die Übernahme der Berninabahn. Die übernommenen Bahnen waren bis zu ihrer Übernahme selbständige Bahnen. Infolge der kriegsbedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten, konnten sich diese selbständigen Bahnen nicht mehr halten und mussten von der RhB übernommen werden.

Bearbeiten Wirtschaftliche Probleme

Während der wirtschaftlich schwierigen Jahre des Zweiten Weltkrieges und bis weit in die siebziger Jahre hinein geriet die RhB in finanzielle Nöte. Nur mit grosszügigen Subventionen des Bundes konnte sie diese frequenzschwache Zeit ohne Streckenabbau und Bahnhofschliessungen meistern. Zeitweise wurde sogar die Übernahme der RhB durch die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) diskutiert.

Erst als der Bund ab Ende der siebziger und zu Beginn der achtziger Jahre die Subventionen drastisch zu senken begann, besann sich die RhB auf ihre Stärken. Zielstrebig begann sie, ihre Streckenführung touristisch zu vermarkten.

Es wurden Angebote wie der Glacier-Express, der Bernina-Express und der Palm-Express und der Heidiexpress kreiert, die während des Grossteils des Jahres dank Besuchern aus der ganzen Welt für volle Züge sorgen.

Ausserdem wurden umsatzschwache Bahnhöfe geschlossen oder zu Haltestellen herabgestuft. Die Strecke von Mesocco nach Bellinzona wurde zunächst für den Personenverkehr und mittlerweile auch für den Güterverkehr stillgelegt.

Bearbeiten Eröffnung der Vereinalinie

Zusätzlichen Auftrieb erhielt die RhB durch den Bau der Vereinalinie, welche von Landquart über Klosters, durch den im Jahre 1999 eröffneten Vereinatunnel, ins Unterengadin führt. Auf dieser Linie werden nebst Personen vor allem auch PKWs und Lastwagen transportiert, welche sich dadurch die beschwerliche und im Winter gefährliche Fahrt über den Flüelapass ersparen können. 2006 wurden über 500’000 Fahrzeuge durch den Vereinatunnel transportiert.

Das Unterengadin ist durch diesen Tunnel um zwei, im Winter sogar drei Stunden der Kantonshauptstadt Chur und den Zentren des schweizerischen Mittellands, wie Zürich, St. Gallen oder Bern, nähergerückt. Die Frequenzen der grösstenteils vom Bund finanzierten Vereinalinie haben bisher sämtliche Erwartungen übertroffen und dem Unterengadin, vor allem Scuol, einen gewissen wirtschaftlichen Aufschwung, aber auch einen teilweise fragwürdigen Tagestourismus gebracht.

Die wirtschaftlichen Probleme der RhB sind trotz aller Neuerungen jedoch nicht aus der Welt geschafft. Hingegen konnten durch die erwähnten Vorkehrungen die gekürzten Subventionen des Bundes kompensiert werden. 2004 erzielte die RhB jedoch nur noch einen Gewinn von knapp einer Million Franken, drei Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Während der Erlös aus den touristischen Personentransporten dank Glacier-Express und Bernina-Express massiv zunahm, gingen im Gegenzug die Einnahmen aus den wichtigen Gütertransporten und aus den Abonnements und Mehrfachkarten zurück.

Bearbeiten Abschaffung der Raucherplätze

Seit Dezember 2005 bietet die RhB wie alle anderen Bahngesellschaften in der Schweiz keine Raucherplätze mehr an. Die Bahn erhoffte sich durch diese Massnahme eine Steigerung des Komforts für die Bahnreisenden sowie erhebliche Einsparungen beim Unterhalt.

Bearbeiten Weitere Sanierungsmassnahmen

Am 24. August 2006 beschloss der Verwaltungsrat der Rhätischen Bahn eine Reduktion des Personalbestandes um 145 Mitarbeiter bis Ende 2008. Ein solcher Schritt ist gemäss Auffassung des Verwaltungsrates unerlässlich um den Bestand der Rhätischen Bahn mittelfristig zu sichern. Die dadurch freiwerdenden finanziellen Ressourcen werden dringend benötigt, um die anstehende Sanierung der Trassen (zum Beispiel ist rund ein Drittel der über 150 Brücken sanierungsbedürftig) sicherzustellen und um modernes Rollmatrial anzuschaffen. Der Personalabbau, welcher einer Verminderung des gegenwärtigen Personalbestandes um 10 % entspricht und vor allem die Bereiche Werkstätten und Stationspersonal betrifft (von den Stationen Untervaz, Ospizio Bernina und Campocologno wird das Personal abgezogen; für weitere Stationen werden private Betreiber gesucht), wird zwar weitestmöglich ohne Entlassungen erfolgen. Rund 40 Entlassungen sollen jedoch nicht zu umgehen sein.

Bearbeiten Aufnahme der Albulalinie und der Berninabahn in das UNESCO - Weltkulturerbe

Am 21. Dezember 2006 wurde in Paris ein Bewerbungsdossier an die UNESCO übergeben, mit dem Ziel die Strecke von Thusis nach Tirano in das UNESCO-Welterbe aufzunehmen. Am 7. Juli 2008 erfolgte schliesslich die Aufnahme der Albula- und der Berninalinie in das UNESCO-Weltkulturerbe. Der Bestand der Strecke von Thusis nach Tirano ist damit auf lange Sicht gesichert. Das Label Weltkulturerbe gilt nicht nur für die RhB Linie im engeren Sinne, sondern auch für ein Band entlang der Bahnstrecke. Dieser mitgeschützte Bereich umfasst im einzelnen definierte wichtige Kulturgüter, Ortsbilder und Landschaftselemente und weist eine Breite von 500 bis 1000 Meter auf. Schliesslich wurde eine sogenannte Pufferzohne ("Kulisse") definiert welche die Kulturlandschaft umfasst, die von der Bahnlinie aus gesehen wird.

Durch den Einbezug von Tirano zeichnete Italien für die Welterbekandidatur mitverantwortlich. Die Schweiz war aber federführend. Das Bewerbungsdossier betreute das Bundesamt für Kultur. Künftig beschränkt sich die Rolle des Bundes auf die Überwachung der UNESCO-Richtlinien. Bund und Kanton Graubünden haben sich mit der Kandidatur verpflichtet, die Albula- und die Berninalinie einschliesslich Umgebung in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass veraltete Einrichtungen künftig nicht mehr modernisiert werden dürfen.

Die Albula- und Berninabahnstrecke ist, nach der Semmeringbahn in Österreich sowie der Mountain Railways of India (Darjeelingbahn, Nilgiribahn, Kalka-Shimla Bahn) in Indien, die dritte Bahnlinie, die in das Weltkulturerbe aufgenommen wurde.[1] [2]

Bearbeiten Das Netz der Rhätischen Bahn

Bearbeiten Die Strecke von Landquart nach Davos

Ge 4/4 I mit Pendelzug und zwei Verstärkungswagen kurz vor Saas. Küblis ist hinten im Tal sichtbar.
Ge 4/4 I mit Pendelzug und zwei Verstärkungswagen kurz vor Saas. Küblis ist hinten im Tal sichtbar.
Landquart–Davos-Bahn
Strecke der Rhätische Bahn
Streckenlänge: 49.97 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Stromsystem: 11 kV 16.7 Hz ~
Maximale Neigung: 45 
Streckenprofil 910: Landquart–Davos
Bahnstrecke Chur–Landquart
0.000 Landquart 523 m ü.M.
RhB-Hauptwerkstätte
2.072 Malans 536 m ü.M.
Klus 984 m
6.73_ Seewis-Valzeina 593 m ü.M.
7.905 Grüsch 630 m ü.M.
Mudatisch 86 m
8.91_ Schiers Nord 613 m ü.M.
11.457 Schiers 654 m ü.M.
Fuchsenwinkel 785 m
14.854 Fuchsenwinkel 715 m ü.M.
16.741 Jenaz 723 m ü.M.
18.202 Fideris 744 m ü.M.
Landquart III 76 m
21.443 Küblis 810 m ü.M.
Küblis 215 m
Saas 88 m
24.595 Saas (Prättigau) 935 m ü.M.
27.695 Serneus 1028 m ü.M.
Saaseralpbach 60 m
30.653 Klosters Dorf 1124 m ü.M.
32.436 Klosters 1191 m ü.M.
Landquart Klosters 71 m
Vereinastrecke nach Sagliains
Klosters 402 m
Cavadürli 334 m
36.623 Cavadürli 1352 m ü.M.
40.823 Davos Laret 1522 m ü.M.
43.685 Davos Wolfgang 1625 m ü.M.
47.331 Davos Dorf 1560 m ü.M.
49.978 Davos Platz 1540 m ü.M.
Bahnstrecke Davos–Filisur

Der Bahnhof Landquart ist ein Eisenbahnknoten. Reisende aus Richtung Zürich, St. Gallen oder Chur, die ins Prättigau, nach Davos oder durch den Vereinatunnel ins Unterengadin wollen, müssen hier von der Normalspurbahn der SBB auf die Schmalspurbahn der RhB umsteigen (aus Richtung Chur gibt es jedoch auch direkte Züge der RhB über Landquart nach Klosters und Davos bzw. Scuol).

Nach dem Verlassen des Bahnhofs Landquart fährt der Zug zunächst in Richtung Norden, überquert den Fluss Landquart und wendet sich dann Richtung Osten. Die ersten 15 bis 20 Kilometer sind sehr gut ausgebaut und für Geschwindigkeiten bis zu 90 km/h zugelassen. Bis zur Station Malans entfernt sich die Strecke vom Ufer der Landquart, kehrt dann jedoch wieder zurück und wird diesem Fluss bis Klosters folgen. Ursprünglich war bei Malans eine Streckenführung direkt neben der Landquart geplant. Da sich die Malanser aber eine Anbindung an das Schienennetz wünschten, stellten sie das nötige Bauland zur Verfügung und erwirkten so den kleinen Umweg durch Malans.

Zwischen Malans und der Station Seewis-Valzeina (593 m ü. M.) führt die Strecke durch den 1017 m langen Chlus-Tunnel, der seit 1963 eine enge Schlucht, die Chlus, umgeht. Parallel zu diesem Tunnel verläuft auch ein Strassentunnel, durch den die Nationalstrasse 28 führt.

Hinter Grüsch erreicht die Strecke nach einem Doppelspurabschnitt den dreigleisigen Bahnhof Schiers. 2008 wird der Abschnitt nach dem Bahnhof bis zum Fuchsenwinkel-Tunnel auch zu einer Doppelspur ausgebaut. So auch die zwei Brücken über den Schraubach im Dorf Schiers und über die Landquart, bei der die Strecke auf die südliche Seite der Landquart wechselt.

Vor der Kreuzungsstelle Fuchsenwinkel wird ein weiterer 786 m langer Tunnel durchfahren. Die hinter dem östlichen Tunnelmund beginnende Kreuzungsstelle besteht aus einem 460 m langen Ausweichgleis. Vor dem nächsten bedeutenderen Bahnhof, Küblis, wird die Landquart erneut überbrückt. Der folgende Abschnitt bis Klosters ist mit bis zu 44 Promille der zweitsteigungsreichste Abschnitt der Strecke.

Hinter Serneus wird bereits der nach Klosters im 180°-Winkel gewendete Streckenabschnitt nach Davos sichtbar. Ins Auge sticht aber vor allem die 525 m lange und 60 m hohe Sunnibergbrücke, Kernstück der für den Strassenverkehr gebauten Ortsumfahrung von Klosters, die das südlich der Bahn entlang laufende Tal der Landquart überspannt. Nach der Durchquerung von Klosters Dorf erreicht die Trasse den Bahnhof Klosters in der Fraktion Klosters-Platz.

Der Bahnhof Klosters besteht aus drei überdachten Bahnsteiggleisen. Ein weiteres Durchfahrtsgleis dient dem Güterverkehr. Hinter dem Bahnhof liegt in einer 45°-Kurve die ungewöhnlich massig wirkende Landquartbrücke IV. Sie stellt die vierte und letzte Querung der Landquart dar. Aufgrund der ungünstigen örtlichen Gegebenheiten wurde sie als Balkenbrücke mit Fachwerksöffnungen realisiert. Nach dem zuständigen Sachbearbeiter beim ausführenden Ingenieurbüro Rigendinger wird sie auch Maag-Brücke genannt. Die zweigleisige Brücke mit Kreuzung führt zu zwei Tunnelbauwerken:

Im 334 m langen Cavadürli-Kehrtunnel dreht sich die Trasse erneut in die entgegengesetzte Richtung, nun wieder nach Osten. Die Ausweichstelle Cavadürli, die beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen ist, liegt schon 160 m über Klosters-Platz. Im folgenden führt die Strecke durch dichte Lärchen- und andere Nadelwälder zur Station Davos Laret. Höchster Punkt ist die Haltestelle Davos Wolfgang. Danach führt die Strecke wieder bergab und dem Davosersee entlang zum Bahnhof Davos Dorf und weiter nach Davos-Platz. Der Bahnhof Davos Platz ist die Endstation.

Steigungsdiagramm der Landquart–Davos-Bahn
Steigungsdiagramm der Landquart–Davos-Bahn


Bearbeiten Die Strecke von Davos nach Filisur

Bahnstrecke Davos–Filisur
Streckenlänge: 19.30 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Stromsystem: 11 kV 16.7 Hz ~
Maximale Neigung: 35 
Streckenprofil 915: Davos–Filisur
Landquart–Davos-Bahn
49.98 Davos Platz 1540 m ü.M.
51.56 Davos Islen 1516 m ü.M.
53.29 Davos Frauenkirch 1505 m ü.M.
56.32 Davos Glaris 1454 m ü.M.
60.14 Davos Monstein 1347 m ü.M.
64.64 Wiesen 1197 m ü.M.
Albulabahn von Chur–Thusis
69.28 Filisur 1080 m ü.M.
Albulabahn nach St. Moritz
Der Bahnhof von Davos-Glaris.
Der Bahnhof von Davos-Glaris.

Die landschaftlich und nicht nur wegen des berühmten Wiesenerviadukts bahnbautechnisch hochinteressante Fortsetzungsstrecke zur Albulabahn bei Filisur wird vom Heidiexpress (der von Landquart über Davos, Filisur über den Albulapass ins Oberengadin und weiter über den Berninapass nach Tirano in Italien fährt) sowie von Regionalzügen befahren.

Bearbeiten Die Strecke von Landquart nach Thusis

Glacier-Express zwischen Reichenau-Tamins und Bonaduz
Glacier-Express zwischen Reichenau-Tamins und Bonaduz
Bahnstrecke Landquart–Chur–Thusis
Streckenlänge: 41.28 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Stromsystem: 11 kV 16.7 Hz ~
Maximale Neigung: 25 
Streckenprofil 911: Landquart–Chur
Streckenprofil 940: Chur–Thusis (–St. Moritz)
Landquart–Davos-Bahn
0.00 Landquart 523 m ü.M.
RhB-Hauptwerkstätte
1.29 Landquart Ried 522 m ü.M.
2.22 Igis 523 m ü.M.
3.99 Zizers 531 m ü.M.
SBB-Strecke Sargans–Chur
5.82 Untervaz-Trimmis 537 m ü.M.
Dreischienengleisanlage
7.17 Trimmis 541 m ü.M.
10.96 Haldenstein 562 m ü.M.
Verbindung zur Chur–Arosa-Bahn
13.68 Chur 584 m ü.M.
Beginn Dreischienengleis
15.17 Chur West 578 m ü.M.
17.71 Felsberg 569 m ü.M.
20.15 Domat/Ems 581 m ü.M.
Ende Dreischienengleis
22.02 Ems Werk 597 m ü.M.
23.57 Reichenau-Tamins 604 m ü.M.
Strecke nach Disentis/Mustér
27.44 Bonaduz 659 m ü.M.
28.69 Rhäzüns 654 m ü.M.
32.81 Rothenbrunnen 622 m ü.M.
36.59 Rodels-Realta 640 m ü.M.
38.49 Cazis 658 m ü.M.
41.26 Thusis 697 m ü.M.
Fortsetzung als Albulabahn

Der Bahnhof Landquart bildet den Ausgangspunkt der RhB, historisch als Teil der Landquart–Davos-Bahn, betrieblich als Standort der Hauptwerkstätte der RhB und netztopologisch als «Kilometer 0» aller Stammnetz-Strecken der RhB. Im Rheintal bis nach Chur verläuft mehr oder minder parallel zur RhB, die Normalspurstrecke Sargans–Landquart–Chur der SBB. Während der Personenverkehr der SBB in Chur endet, besteht für den normalspurigen Güterverkehr eine Dreischienengleisanlage in Untervaz und ein Dreischienengleis von Chur bis nach Domat/Ems in die Werksareale der Ems-Chemie und der Grosssägerei Stallinger Swiss Timber.

Ab Domat/Ems sind sämtliche Gleisanlagen ausschliesslich meterspurig. In Reichenau zweigt die RhB-Strecke nach Disentis ab, die fliessend in die Stammstrecke der MGB übergeht und vom Glacier-Express durchgehend befahren wird.

Bei Thusis geht die RhB-Strecke fliessend in die sogenannte Albulabahn über, die die Kilometrierung ab Landquart bis nach St. Moritz fortsetzt und in Bever an die beiden Äste der Engadinerlinie nach Scuol respektive Pontresina weitergibt.

Per Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 wurde die Bedienung der Station Trimmis eingestellt. Der Bahnhof Untervaz erhielt deswegen den neuen Doppelnamen Untervaz-Trimmis, der auf die (indirekte) Erschliessung der Gemeinde Trimmis hinweisen soll.

Bearbeiten Albulabahn (Thusis–St. Moritz)

Hauptartikel: Albulabahn

Bearbeiten Die Strecke von Reichenau nach Disentis/Mustér

Zwei zusammengekuppelte Glacier Express in der Vorderrheinschlucht
Zwei zusammengekuppelte Glacier Express in der Vorderrheinschlucht
Güterzug zwischen Ilanz und Castrisch
Güterzug zwischen Ilanz und Castrisch
Bahnstrecke Reichenau–Disentis
Streckenlänge: 49.31 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Stromsystem: 11 kV 16.7 Hz ~
Maximale Neigung: 27 
Streckenprofil 920:
Reichenau-Tamins–Disentis/Mustér
Bahnstrecke Landquart–Chur–Thusis
23.57 Reichenau-Tamins 604 m ü.M.
Hinterrhein 151 m
Bahnstrecke nach Thusis–Albula
Farsch (Vorderrhein) 84 m
Lehne Wackenau (Maliesbachbrücke) 89 m
Dabi 299 m
28.26 Trin 609 m ü.M.
Ransun 423 m
Isla Bella (Vorderrhein) 61 m
Chrummwag 83 m
32.73 Versam-Safien 635 m ü.M.
36.86 Valendas-Sagogn 669 m ü.M.
40.74 Castrisch 705 m ü.M.
42.91 Ilanz 698 m ü.M.
Ilanz (Vorderrhein) 56 m
47.96 Rueun 733 m ü.M.
Rueun (Vorderrhein) 61 m
50.07 Waltensburg/Vuorz 744 m ü.M.
Tscharbach 95 m
54.87 Tavanasa-Breil/Brigels 788 m ü.M.